Stadtteile: Stadt Windsbach

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Stadtteile

Stadtteile der Stadt Windsbach

Die Stadt Windsbach zählt 28 amtlich benannte Ortsteile. Diese finden Sie hier in der Übersicht.

Eingemeindungen in der Übersicht

Im Zuge der Gebietsreform im Freistaat Bayern wurden in den 1970er-Jahren folgende ehemals selbständige Gemeinden mit ihren Teilorten zu Windsbach eingemeindet:

01.01.1972                         

  • Eingemeindung der früheren Gemeinde Brunn sowie den Gemeindeteilen Kettersbach und Leipersloh
  • Eingemeindung der früheren Gemeinde Elpersdorf mit Kugelmühle
  • Eingemeindung der früheren Gemeinde Retzendorf mit Wolfsau und Hölzleinsmühle
  • Eingemeindung der früheren Gemeinde Moosbach
  • Eingemeindung der früheren Gemeinde Neuses mit dem Ortsteil Wernsmühle

01.07.1972

  • Eingemeindung der früheren Gemeinde Hergersbach
  • Eingemeindung der früheren Gemeinde Ismannsdorf mit Ortsteil Speckheim
  • Eingemeindung der früheren Gemeinde Untereschenbach
  • Eingemeindung der früheren Gemeinde Winkelhaid mit Thonhof

01.07.1973

  • Eingemeindung der früheren Gemeinde Suddersdorf mit Waldhaus

01.01.1974

  • Eingemeindung der früheren Gemeinde Sauernheim mit Hopfenmühle

01.05.1978

  • Eingemeindung der früheren Gemeinde Bertholdsdorf mit den Ortsteilen Kitschendorf und Winterhof
  • Eingemeindung der früheren Gemeinde Veitsaurach mit den Ortsteilen Lanzendorf und Buckenmühle

Bertholdsdorf

Um das Jahr 1200 war Bertholdsdorf ein Besitz der Burggrafen von Abenberg.

Um 1296 kam ein Teil von Bertholdsdorf an das Hochstift Eichstätt und ein Teil kam an den Burggrafen von Nürnberg. Die Ritter von Seckendorf waren die letzten Besitzer von Bertholdsdorf, bis es 1597 die Markgrafen von Ansbach erwarben und dem Oberamt Windsbach unterstellten, welchem es 200 Jahre unterstand.

Es bestand damals aus 19 Höfen, einer Schenke mit Backrecht, einer Schmiede, welche 1941 die Arbeit einstellte, einer Badestube und einem Mühlenbetrieb, welcher 1971 den Betrieb einstellte.
Das Königlich-Bayerische Gemeindeedikt von 1818 sah die Bildung einer politischen Gemeinde mit einem Bürgermeister vor. Hierzu gehörten auch die Orte Kitschendorf und Winterhof.

Um 1195 ist die Einweihung einer Kirche in Bertholdsdorf aufgezeichnet. Die kirchliche Betreuung übernahm zuerst Spalt und später Veitsaurach. Da Bertholdsdorf zum Markgrafentum Ansbach gehörte, endete diese nach Einführung der Reformation um 1597. Die Betreuung erfolgte von Windsbach aus bis zum Jahr 1723, als Bertholdsdorf eine eigene Pfarrstelle erhielt.

Der heutige Pfarrsprengel umfasst die Evangelischen auch aus Veitsaurach, Kitschendorf, Winterhof, Wollersdorf, Watzendorf, Suddersdorf mit Waldhaus, Brunn, Kettersbach, Lanzendorf und Buckenmühle. Die Einweihung der heute bestehenden Kirche wurde 1880 vollzogen.

Die wertvollen Stuckarbeiten der Kirche stürzten 1903 ab und wurden durch weniger wertvolle ersetzt. 1993 wurden weitere Renovierungen durchgeführt. 2002 wurde im Zuge der Dorferneuerung der Kirchplatz neu gestaltet. Der erste Friedhof wurde seit Gründung der ersten Kirche um diese angelegt. Dieser musste 1839 geschlossen werden. Man erwarb den Schloßacker und verlegte den neuen Friedhof dorthin.

1969 wurde die Leichenhalle errichtet. 2001 wurde der Parkplatz am Friedhof gebaut.
1596 ist erstmals eine Schule erwähnt, welche sich auf dem Anwesen Scheiderer, neben der Kirche befand. Den Unterricht hielt der Messner. 1698 brannte die Schule ab, weil eine Nachbarin im Ofenrohrle Fleisch gebraten hat.

1860 errichtete man wiederum ein neues Schulhaus, bis 1975 die Grundschule aufgelöst wurde und man sie nach Windsbach verlegte. Das Schulhaus diente nachher als Gemeindehaus und wurde 2008 abgerissen.
Am 12.06.2010 fand die Einweihung des neu errichteten Evangelischen Gemeindehauses statt.
1992 wurde das Feuerwehrgerätehaus neu gebaut. Durch die Gebietsreform von 1972 wurde Bertholdsdorf mit Kitschendorf und Winterhof mit 273 Einwohnern und einer Fläche von 507 Hektar am 1. Mai 1978 in Windsbach eingemeindet.

Quelle: Karl Dunz

Brunn

Aus den ältesten Urkunden um 1200 begegnet uns der Name als Brunnen. Südwestlich des Ortes kommt aus einem Weiher der Kettersbach. Brunn ist demnach die Siedlung an der Quelle.

Es war früher Eigentum der Grafen von Abenberg und um 1296 der Burggrafen von Nürnberg. 1524 traten sie zum evangelischen Bekenntnis über. Im 30-jährigen Krieg wurde der Ort schwer geschädigt.

1637 wird berichtet, das allda seit 1632 niemand mehr gewohnt hat, alles abgebrannt und zu Haufen gefallen ist und keine Furche mehr angebaut wurde. Ab 1680 ließen sich wieder Leute nieder, darunter war aber keiner mehr der früheren Besitzer. Um 1700 befanden sich dort acht eichstättische und zwei markgräfliche Höfe mit einem Hirtenhaus und einem Wirtshaus.

Die Kinder besuchten, entsprechend ihrer Religionszugehörigkeit, die Schule in Veitsaurach oder Bertholdsdorf. 1975 löste sich dieser Schulverband auf und alle Kinder kamen in den Schulverband Windsbach. Seit 1896 besteht eine Feuerwehr in Brunn. Brunn wurde 1972 in die Stadt Windsbach eingegliedert. 1998 wurde ein Dorfgemeinschaftshaus errichtet.

2008/2009 wurde Brunn an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen. 2009 wurde der Dorfweiher saniert und ein Bolzplatz angelegt. 2009/2010 wurden im Zuge der Dorferneuerung die Ortsstraßen komplett erneuert und entlang der Kreisstraße ein Gehweg angelegt.

Quelle: Karl Dunz

Elpersdorf

Im 14. Jahrhundert schrieb man Eltweinstorff, dann Elprechtsdorff und um 1500 Elperstorf. Man könnte es deuten als Dorf des Elprecht.

Durch Karl Dunz wurde die älteste Urkunde von Elpersdorf im Bayer. Hauptstaatsarchiv aus dem Jahre 1304 mit dem Namen Eltweinsdorf entdeckt. Elpersdorf ist ein Straßendorf, das heißt die Straße ist älter als das Dorf und die Ansiedler haben sich links und rechts der Straße angesiedelt.

Es gehörte seit jeher zur Pfarrgemeinde Windsbach, war aber eine selbständige Gemeinde. Auch die Kugelmühle gehörte zur Gemeinde Elpersdorf. Sie wurde so genannt, weil sich dort ein Kugelplatz (Kegelplatz) befand. Bei Gefahren im 30-jährigen Krieg sollen die Elpersdorfer immer in das Waldgebiet bei der Kugelmühle geflüchtet sein, deshalb heißt das Waldgebiet Kummerstall. Nach dem 30-jährigen Krieg wurden dort viele österreichische Exulanten sesshaft.

1856 hatte Elpersdorf 23 Häußer, 23 Familien und 129 Seelen. Es gab einen Wirt, einen Weber und einen Schneider. Seit 1957 hat Elpersdorf ein Gemeindewappen mit dem heiligen Georg und dem schwarzen Pferd. Elpersdorf ist noch heute die größte Hopfenbaugemeinde im Landkreis Ansbach.

Die Flurbereinigung wurde in den Jahren 1981 bis 1989 durchgeführt. Der Elpersdorfer Thomas Wagner hat viele urkundliche Aufzeichnungen von Elpersdorf erstellt. Der Windsbacher Karl Dunz schrieb 1990 ein Buch: "Elpersdorf bei Windsbach, ein fränkisches Dorf im Wandel durch die Jahrhunderte."

Im Jahr 1972 haben sich die damals 104 Einwohner mit einer Gemeindeflur von 447 Hektar der Stadt Windsbach angeschlossen.

Quelle: Karl Dunz

Hergersbach

Der Name Hergersbach kommt von Dorf am Bach des Herger. In Mainz gab es einen Erzbischof Herger schon 911. Ausgrabungsfunde bestätigen, dass Hergersbach schon in vorkarolingischer Zeit besiedelt war. 1407 gehörte es zum Bistum Eichstätt. Später kam es auch zu den Burggrafen von Nürnberg. 1652 wird berichtet, dass Hergersbach aus dem 30-jährigen Krieg noch ganz in Asche liege. 1655 hatte sich die Seelenzahl jedoch schon wieder auf 250 Seelen erhöht. Österreichische Exulanten bauten das Land wieder auf.

Die erste Pfarrei muß von der Urpfarrei Windsbach gegründet worden sein. Durch Hergersbach lief die Weinstraße, auf der Wein aus dem Mainfränkischen in die Eichstättische Gegend gebracht wurde.
Bei Hergersbach stand einst an der Kreuzung zwischen der alten fränkischen Weinstraße mit dem Wallfahrtsweg von Wolframs-Eschenbach nach Abenberg die St. Ottokirche.
Im 30-jährigen Krieg wurde sie zerstört - ihre Grundmauern sind noch da. Als Andachtsort blieb sie jedoch erhalten. 1987 haben die Hergersbacher hier einen Freialtar und eine Kanzel aufgestellt für Gottesdienste in Gottes freier Natur.

Auf dem Weg von Hergersbach nach Wassermungenau kommt man nach 800 Metern an die Kirchenruine St. Otto. Ein Teil der Steine dieser Kirche wurde zum Straßenbau verwendet. Die Quadersteine der Grundmauern sind jedoch noch erhalten. Ab und zu finden Gottesdienste im Freien statt. Otto war Bischof von Bamberg und wurde 1189 heilig gesprochen. Die Kirche ging damals im 30-jährigen Krieg in Flammen auf. Um die Kirche lag auch ein Friedhof.

Die Flurbereinigung wurde von 1964 bis 1970 durchgeführt. 1894 gründete man die Feuerwehr.
Der Ort gehörte bis zur Gebietsreform im Jahre 1972 zum Landkreis Schwabach. Er schloss sich jedoch, mit einer Fläche von 378 Hektar, 1972 der Stadt Windsbach an und kam deshalb zum Landkreis Ansbach.

Am 17.05.2006 erfolgte der Spatenstich für die Ortsumfahrung. 2010 wurde am Knotenpunkt B466/St 2220 ein Kreißel errichtet. 2011 wurde mit dem Bau der Ortskanalisatin begonnen und Hergersbach wird an die Zentralkläranlage Windsbach angeschlossen.

Quelle: Karl Dunz und Dekanat Windsbach

Ismannsdorf

Ismannsdorf und Speckheim bildeten eine politische Gemeinde. Der Name kommt von dem Grundherren, der Iswold ode Isibold hieß.

1396 schrieb man Ißwoltsdorff. 1157 findet man diesen Ort erstmals in einer Urkunde.

1396 gehörten vier Höfe dem Kloster Heilsbronn. Aus dem Kloster Heilsbronn sind alle Urkunden über Orts- und Hofgeschichten von Ismannsdorf noch sehr gut erhalten. Im Laufe der Zeit kamen alle Höfe durch fromme Stiftungen in Besitz des Klosters Heilsbronn.

Im Mittelalter wird häufig von Hagel, Nässe und Hunger berichtet. Die Pest wütete um 1349 sehr schlimm im Ort. Durch Ismannsdorf führte die bekannte Heer- und Handelstraße Nürnberg-Windsbach-Dinkelsbühl-Straßburg. Kaiser, Könige und auch Goethe, fuhren durch Ismannsdorf. Letzterer schrieb in sein Tagebuch, dass es bei Ismannsdorf einen Steig auf gehe, wo schöne Steine zu finden sind. Auch Räuber, Banden und Soldaten zogen diesen Weg und plünderten den Ort.

Auf dem Kirchsteig von Ismannsdorf nach Windsbach steht auch ein Sühnestein. Dort sollen zwei Metzger in Streit geraten sein und sich gegenseitig umgebracht haben. Auch Ismannsdorf gehörte zum Oberamt Windsbach und die Einwohner gingen schon 1575 nach Windsbach in den Gottesdienst, obwohl sie erst 1685 eingepfarrt wurden.

Um 1840 wanderten aus dem kleinen Ort 12 Personen nach Amerika aus. Von 1764 bis 1964 hatten die Orte Sauernheim, Ismannsdorf und Speckheim in Ismannsdorf eine Schule, in welcher alle sieben Klassen in einem Schulsaal vereint, belehrt wurden. 1767 hieß es, dass der bettelarme Lehrer um 10 Gulden bat und dann nach Rittersbach umzog.Das erste Schulhaus war ein aus Triesdorf erworbener Fasanenstall.

1964 wurde der Schulbetrieb eingestellt und dem Schulverband Windsbach angegliedert. Die Flurbereinigung wurde 1978 angeordnet. Durch den Ort führt die aus Gersbach gewonnene Wasserversorgung für die Stadt Ansbach.

1972 schloss sich diese Gemeinde der Stadt Windsbach an.

Quelle: Karl Dunz

Kitschendorf

Der Name wird 1200 als Kuzchendorff und 1600 als Kütschendorf aufgeführt. Nach Aufzeichnungen des Oberamtes Windsbach gab es 1732 dort drei Gütlein. Um 1800 besaßen zehn Familien dort ein Lehen. 1818 kam Kitschendorf mit Winterhof zur Gemeinde Bertholdsdorf. 1967 errichtete man ein Feuerwehrhaus mit einer Glockenstube. Seit 1972 führt unweit des Ortes eine Autobahn vorbei. 

Quelle: Karl Dunz

Leipersloh

Im Jahre 1282 tat Graf Ludwig von Oettingen kund, dass er ein Lehen von Leubersloh erworben habe.

Ab 1531 wird es als Leiperslohe bezeichnet. Lohe bedeutet Gehölz oder Gebüsch. Leipert oder Luitbert ist der Vorname eines Adeligen. 1282 war der Bischof von Eichstätt Besitzer des Ortes. Im 14. und 15. Jahrhundert sind immer 10 bis 12 Anwesensbesitzer aufgeführt.

Auch dort hat der 30-jährige Krieg schwere Schäden zugeführt. Es heißt: "Hat 13 Mannschaften aus Bauernhöfen, davon sind 3 abgebrannt, die übrigen 10 stehen alle oed und leer und die Mannschaften abgestorben. Allda seit 1632 keine Furche mehr angebaut." 1655 werden die Namen Trost, Arnold, Kraft und Melcher genannt.

1683 wird eine Gemeindeschmiede und ein Hirtenhaus aufgeführt. Ab 1693 waren alle Höfe wieder besiedelt.
Leipersloh gehörte zum Hochstift Eichstätt, es war jedoch der Gerichtsbarkeit des Oberamtes Windsbach unterstellt. Als Windsbach 1792 preußisch wurde, wollten die Preußen ihren Herrschaftsbereich auch auf das Hochstift Eichstätt ausdehnen und schickten den Windsbacher Maurer Sand um die Hausnummerierung in Leipersloh vorzunehmen. Die Leipersloher wehrten sich jedoch und ließen Sand in Abenberg einsperren.

Im Jahr 1864 ließ die Gemeinde anstelle einer alten Heiligenfigur eine kleine Kapelle mit Türmchen und einer Glocke errichten. 1984 wurde diese Kapelle durch die Stadt Windsbach restauriert.
Um 1760 hatte Leipersloh eine sogenannte Winkelschule in welcher kein geprüfter Lehrer sondern ein gewöhnlicher Mann den Schülern Rechnen und Schreiben lernte. Es ist eine Feuerspritze aus dem Jahre 1896 vorhanden.

Der elektrische Strom wurde 1923 eingerichtet. 1971 wurde der Anschluß an die zentrale Wasserversorgung vorgenommen, weil die örtliche Quelle öfters versiegte. Von 1964 bis 1967 wurde die Flurbereinigung durchgeführt. 2011 wird die Ortskanalisation erneuert und an die Zentralkläranlage Windsbach angeschlossen. Leipersloh, Kettersbach und Brunn bildeten eine politische Gemeinde, welche 1972 der Stadt Windsbach eingegliedert wurde.

Quelle: Karl Dunz

Moosbach

Diesen Namen kan man mit Siedlung am Sumpfbach deuten. Das fränkische Wort Moos bedeutet soviel wie das norddeutsche Wort Moor.

Der an Moosbach vorbeifließende Bach wird heute noch von versumpften Wiesen begrenzt. 1249 wird der Ort erstmals genannt, als das Kloster Heilsbronn dort ein Anwesen besaß. Nach und nach erwarb das Kloster Heilsbronn vier Höfe in Moosbach, von denen drei im 30-jährigen Krieg abbrannten. Der Widdumhof scheint älter zu sein als der Ort, obwohl man es mit Urkunden nicht belegen kann. Nach Zeiten Karl des Großen diente ein Widdumhof um der Kirche Einnahmen zu beschaffen. 1627 wurde der Widdumhof zerstört.

Seit dem 17. Jahrhundert bewirtschaftet die aus Österreich eingewanderte Familie Murr diesen Hof bis in die Neuzeit. 1688 bestand Moosbach aus 14 Höfen. 1721 war es auf 21 Haushaltungen angewachsen.
Moosbach gehörte früher zur Pfarrei Weißenbronn, ab 1473 mußte es den Zehnt nach Reuth bezahlen. Die sogenannte Weinstraße von Moosbach in Richtung Reuth wird so bezeichnet, weil sich der Trauerzug dorthin bewegte.

Seit 1603 gehörte Moosbach zur Kirchengemeinde Windsbach. 1856 hatte Moosbach 21 Häuser mit 29 Familien und 146 Seelen. Der Ort ist mit der Saatzucht Murr-Wallmüller eine entscheidende Domäne des Saatkartoffelbaues in Mittelfranken. Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1894 gegründet und der Männergesangverein 1929.

1961 errichtete die Gemeinde aus der Stiftung von Leonhard Murr ein Kriegerdenkmal. 1972 übergab Bürgermeister Maurer nach 27 jähriger Tätigkeit seine Gemeinde an Windsbach mit den Worten: "Es ist ein friedliches Häufchen". Es waren 117 Einwohner mit einer Fläche von 390 Hektar.

Quelle: Karl Dunz

Neuses

Neuses bedeutet die Siedlung mit dem neuen Wohnsitz. Es dürfte aus dem Umzug eines Herrensitzes entstanden sein. 1132 wurde es erstmals erwähnt. 1603 wurde der Ort nach Windsbach eingepfarrt, nachdem er vorher nach Weißenbronn gehörte.

1856 hatte Neuses 18 Häuser, 19 Familien und 94 Seelen und gehörte zur Schule und Pfarrei nach Windsbach. Neuses und Wernsbach bildeten eine Gemeinde.

1925 wurde die Raiffeisenkasse gegründet, welche sich 1963 Windsbach anschloss. 1946 gründete man eine Dreschgenossenschaft. Der erste Mähdrescher lief in Neuses im Jahre 1960 und mit der Dreschmaschine wurde letztmalig 1969 gedroschen.

Die Freiwillige Feuerwehr gründete man 1902. In Neuses gab es viele Brände. 1969 errichtete man in Winterneuses eine Gedenkstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Lehrer Schäfer entwarf ein Gemeindewappen, das in München genehmigt wurde. Es stellt die Laurentiuskirche von Wernsbach und den Wolfskopf des Neusener Wolfes dar.

Der Anschluß an die Stromversorgung erfolgte 1935 und die öffentliche Wasserversorgung führte man 1963 ein. Der letzte Wolf in unserer Gegend wurde 1686 in Neuses getötet. Er wollte gerade einen Hahn in Neuses anspringen und fiel dabei in einen schlecht abgedeckten Brunnen.

Ich Wolf ein grausam Tier, ein Fresser vieler Kinder
ich achte sie vielmehr als fette Schaf und Rinder.
Ein Hahn der bracht mich um, ein Brunnen war mein Tod.
Nun henk am Galgen ich, zu aller Leute Spott.

Bei der Gebietsreform entschied sich der Ortsteil Neuses mit Wernsmühle mit 326 Hektar nach Windsbach, während Wernsbach nach Neuendettelsau kam. 1995 wurde eine Gemeinschaftshalle errichtet. 2008 wurde in der ehem. Gemeindescheune eine Bäuerliche Gerätesammlung eingerichtet. Die ausgestellten Gerätschaften stammen aus einer privaten Sammlung vom ehem. 2. Bürgermeister der Stadt Windsbach, Herrn Karl Dunz.

Quelle: Karl Dunz

Retzendorf

Zu Retzendorf gehört der Weiler Wolfsau und der Einzelhof Hölzleinsmühle. Der Name ist mit der Fränkischen Rezat verbunden.

1278 wurde Rezenstorff geschrieben. Die elf Höfe waren immer nach Windsbach gepfarrt und gehörten verschiedenen Herrschaften. Über die Hölzleinsmühle schrieb Vetter 1732; 1707 von Jakob Hölzel am herrschaftlichen Bengelweiher erbau, Hut- und Gemeinderecht mit Wolfsau. An einem Morgen herrenlosen Felder erbaut. Wolfsau hat ein hohes Alter aufzuweisen. 1166 schrieb man Wolfesouwe, die Aue in der einmal ein Wolf erlegt wurde.

Bis 1613 gehörte Wolfsau nach Bertholdsdorf in die Kirche und wurde dann auf Antrag nach Windsbach gepfarrt, weil der Weg kürzer war. Etwa 200 Meter nordöstlich von Wolfsau hat Karl Dunz einen gut erhaltenen Keltenhügel gefunden. An der Straße nach Hergersbach findet man in den Wolfsauer Äckern eigenartige Steine. Ob sie von einem Meteoriten stammen oder von Abfällen aus einer Schmiede der Keltenzeit.

1938 wurde das Windsbacher Waldstrandbad auf Retzendorfer Flur errichtet. Das Naturbad ist bis heute erhalten und während der Sommermonate für die Badesaion geöffnet. Das Sportzentrum mit Fußballfeld, 400 Meterbahn, Tennisplätzen, Umkleide- und Aufenthaltsraum wurde in den Jahren 1976 bis 1980 neben dem Waldstrandbad angelegt. In der Ortsmitte befindet sich eine Gaststätte mit Biergarten.

Auf dem Petersberg befinden sich drei verwitterte Natursandsteine. Sie erinnern an Franzosen die 1814 in Retzendorf wohnten, dort an Ruhr starben und nicht in dem feuchten Tal der Rezat beerdigt werden wollten.
Bei der Eingemeindung 1972 zählte die Gemeinde noch 88 Einwohner mit 265 Hektar.

Quelle: Karl Dunz

Sauernheim

Der Name kommt von Sure (saure oder nasse Böden). 1273 hieß es Surheim, 1297 Sawrheim, 1404 Saurheim, 1531 Sauerheim und seit 1802 Sauernheim. Die ersten Urkunden stammen von 1273.

Im 16. Jahrhundert waren die meisten Bewohner Untertanen des Heilsbronner Klosters. Bei Sauernheim war eine sehr alte Siedlung. Im Jahre 1898 hat Dr. Haffner antike Gräberstätten aus der Frühhallstattzeit (800-900 v.Chr.) gefunden. Die Gefäße aus den Gräbern befinden sich im Heimatmuseum in Ansbach.

Früher gehörte Sauernheim kirchlich nach Merkendorf, seit 1698 jedoch zu Windsbach da der Weg zu weit war. Im 30-jährigen Krieg verödete Sauernheim. Acht von elf Anwesensbesitzer starben und wurden in Sauernheim beerdigt, weil es zu gefährlich war, diese nach Windsbach zu bringen.

Seit dem 18. Jahrhundert hatten die Sauernheimer einen Nebenerwerb, indem sie Steine aus dem Hopfengraben förderten und verkauften. Auch das Windsbacher Rathaus wurde aus solchen Steinen im Jahr 1749 erbaut. Die Freiwillige Feuerwehr gründete man 1898.

Der Schnupfclub in Sauernheim ist einmalig. Er wurde 1970 gegründet. Bei einer Einwohnerzahl von 135 in Sauernheim hatte der Schnupfclub 1981 310 Mitglieder. Die Flurbereinigung wurde 1978 angeordnet.

Hopfenmühle
Nach dem 30-jährigen Krieg entstand dort eine Walkermühle. Man fertigte durch stampfen und hämmern, aus tierischen Haaren und Leder, Filze zur Herstellung von Hüten und dergleichen an. 1974 schloss sich Sauernheim der Stadt Windsbach an, mit 140 Einwohnern und 450 Hektar.

Quelle: Karl Dunz

Speckheim

Diesen Namen kann man dem althochdeutschen späkia andeuten, es bedeutet Knüppeldamm. Bei Kanalisationen und Straßenbauten wurden wiederholt solche Knüppelgeflechte als Straßengrundierung gefunden.

Die Mühle in Speckheim soll auf 100 eingerammten Pfählen erbaut sein. Die erste Erwähnung von Speckheim stammt aus dem Jahre 1249. Den größten Grundbesitz in Speckheim hatte der Abt von Heilsbronn.Die Gemeinde gehörte zur Kirche nach Mitteleschenbach. Da die Speckheimer immer zur Kirche nach Windsbach gingen gab es oft Ärger, weil sie auch Taufen und Hochzeiten dort vollziehen ließen, wobei den Mitteleschenbachern Geld entging.

Im Dreißigjährigen Krieg litt der Ort schwer. Speckheim unterstand hochgerichtlich dem Oberamt Windsbach.

Quelle: Karl Dunz

Suddersdorf

Um 1154 erwarb das Kloster Heilsbronn von den Gebrüdern Diemanus und Ludewicus, gesessen zu Sudansdorf auf dem Tauschwege Höfe zu Kettersbach. Der Name Sudansdorf bedeutet das südliche Dorf.

In Suddersdorf gab es mehrere Grundherren, wie das Kloster Heilsbronn oder die Grafen von Oettingen. Im 30-jährigen Krieg zogen abwechselnd die kaiserlichen Soldaten und dann die Söldner Gustav Adolfs raubend und mordend durch den Ort. 1685 hieß es, der Ort ist ganz verödet, verarmt, verbrennet und ohne Bewohner. Von 1668 bis 1700 sind 20 Exulanten aus Österreich nachweisbar angesiedelt.

Der Kreuzstein bezieht sich vermutlich auf den Bauern Konrad Birner, der 1783 dort erschlagen wurde. Eine politische Gemeinde wurde Suddersdorf durch das Gemeindeedikt von 1818. Ein besonderes Vorrecht in Suddersdorf genoss das Heimatrecht. Durch Vorweisung eines Führungszeugnisses aus dem vorigen Wohnort konnte er dort dieses erzielen.

1897 gründete man die Freiwillige Feuerwehr. Das heutige Feuerwehrgerätehaus wurde 1962 gebaut mit einer Glockenstube. 1973 wurde die Eingliederung nach Windsbach vollzogen mit 147 Einwohnern und 357 Hektar.

Quelle: Karl Dunz

Untereschenbach

Mit 372 Meter Höhenlage ist Untereschenbach der tiefste Ort in unserer Stadt.

1310 erwarb das Kloster Heilsbronn dort ein Anwesen in Niederneschenbach. Die Hälfte der Anwesen gehörte nach Nürnberg, trotzdem war der Markgraf von Ansbach Herr in der Gemeinde. Das Stadtbuch von Windsbach spricht 1780 noch von einem langen See bei Untereschenbach mit einem großen Fischreichtum. Da die Grundherren sich um den See stritten, füllten ihn die Bauern nach und nach auf, so dass am Schluss nur noch ein Tümpel vorhanden war.

Eine Gastwirtschaft kann dort schon 1407 nachgewiesen werden. Eine Schmiede gab es schon vor dem 30-jährigen Krieg. Die Kirche dürfte um 1400 entstanden sein, sowie ein Friedhof auf dem Bergsporn. Man wollte dort einen eigenen Friedhof errichten, weil der Weg zur St. Otto-Kirche bei Hergersbach zu weit war. Die St. Nikolauskirche ist im gotischen Stil erbaut. Noch heute werden in Kirche zu Untereschenbach Gottesdienste abgehalten.

Ab 1658 versah der Geistliche von Wassermungenau den Dienst in Untereschenbach. Untereschenbach besitzt eine der schönsten Wehrkirchen. Bei Überfällen brachten die Bürger das Nötigste in das Gotteshaus. Die Frauen flüchteten in die Kirche und die Männer besetzten die Friedhofsmauern.

Nach dem 30-jährigen Krieg waren nur noch sieben Häuser in Untereschenbach vorhanden, auch die Kirche war in Schutt und Asche. Es dauerte bis 1725 bis die Kirche wieder aufgebaut werden konnte, weil die Gemeinde zu arm war. 1853 wurden weitere Erhaltungsarbeiten ausgeführt, der Turm wurde erhöht, weil man die Uhr auf den Feldern nicht sehen konnte und der Glockenschlag schlecht zu hören war. Die Kirche ist dem Heiligen Nikolaus geweiht.

An der Straße von Untereschenbach nach Hergersbach steht ein Sühnekreuz. Dort sollen um 1450 zwei Schäfer gestritten und sich dabei erschlagen haben. 1956 errichtete man in Untereschenbach die erste Gemeinschaftskartoffelscheune Mittelfrankens. Die Feuerwehr wurde 1900 gegründet. Die Flurbereinigung wurde von 1982 bis 1990 durchgeführt. 1997 wurde das ehem. Milchhaus erweitert und umgebaut. Es wurde ein Feuerwehrgeräte-raum angebaut und ein Gemeinschaftsraum eingerichtet. Der Vorplatz wurde mit einem Brunnen gestaltet.

Untereschenbach gehörte zum Landkreis Schwabach. Es entschied sich 1972 für Windsbach mit 172 Einwohnern und einer Fläche von 465 Hektar.

Quelle: Karl Dunz

Veitsaurach

Der Name setzt sich aus dem Namen des Kirchenpatrons Vitus und des Baches Aurach zusammen.

Früher soll es einmal eine Burg gegeben haben, wie der Name Schlossbuck beweist.Die älteste Urkunde verweist darauf, dass Bischof Otto in seiner Amtszeit (1183 - 1195) eine Kirche in Veitsaurach weihte. 1300 waren dort sieben Höfe und neun Güter. Es gab auch eine Schmiede, eine Mühle, einen Schuhmacher, Messner und Weber.

1632 legten die Schweden Veitsaurach in Schutt und Asche. Ein Wiederaufbau begann erst 1655, um 1700 war der Ort wieder aufgebaut und bekam nach 38 Jahren wieder einen eigenen Pfarrer.
1683 kam auch ein Schulhaus hinzu. Eine Schmiede mit einer Mühle ist bereits 1300 genannt. Eine Bäckerei ist 1760 eingetragen. Die Gastwirtschaft "Zum Goldenen Hirschen" erhielt 1479 das Schankrecht. Ein weiteres Gasthaus war das frühere "Gasthaus zum Grünen Tal" heute "Gasthaus Schwarz", es wurde 1879 errichtet.
1818 erhielt die Gemeinde durch das Gemeindeedikt das Gemeinderecht und einen Bürgermeister.

1700 erhielt Veitsaurach ein Pfarrhaus und einen Ortsgeistlichen. Die Kirche ist dem Kirchenpatron Vitus geweiht, er gehörte zu den frühen Märtyrern, der um 284 den Tod erlitt. Die Kirche wurde mehrfach umgebaut. 1632 wurde der Turm durch Kriegseinwirkungen beschädigt. Infolge eines Unwetters brannte 1621 das Kirchenschiff bis auf den Turm aus. 1972 erfolgte der Bau einer Sakristei und eines Leichenhauses.
Seit 1981 wird die Kirchengemeinde durch den Ortspfarrer von Windsbach mit betreut.

Der Schulunterricht wude 1683 vom Hochstift Eichstätt angeordnet und es erfolgte der Bau eines Schulhauses. 1819 baute man ein Schulhaus, das 1909 abgebrochen und erneuert wurde. 1975 wurde die Grundschule aufgelöst und nach Windsbach verlegt. 1895 gründete man die Feuerwehr. 1978 fand der Bau eines Sportplatzes mit dem beispiellosen Einsatz der Mitglieder statt. Lanzendorf gehörte seit der Gründung einer Kirche nach Veitsaurach. Im Jahre 1400 wurden dort nur fünf Höfe gezählt. 1637 sind dort alle Höfe abgebrannt.

1893 erhielt Lanzendorf die Erlaubnis zum Bau einer Kapelle, sie wurde aber nicht errichtet. Dafür wurde 1912 ein Steinkreuz aufgestellt. Die Buckenmühle gehörte 1200 den Abenberger Burggrafen. 1632 brannte die Mühle ab und der Besitzer kam dabei ums Leben. 1632 begann der Wiederaufbau.

In den folgenden 230 Jahren hatte sie zehn Besitzer und 1971 wurde der Betrieb eingestellt. Durch die Gebietsreform von 1972 wurden Veitsaurach mit Lanzendorf und Buckenmühle am 1. Mai 1978 in Windsbach eingemeindet.

Quelle: Karl Dunz

Winkelhaid

In einem eingemauerten Stein des Anwesens Seitzinger kann man das Baujahr 1103 erkennen. Es wird als Baujahr der ersten Kirche angenommen.

Das Eichstätter Salbuch zählte 1404 nur zwei Höfe auf. 1652 lag Winkelhaid immer noch in Schutt und Asche vom 30-jährigen Krieg. 1712 wurde eine Schenkstatt errichtet.

Im Jahr 1955 wurden mehrere Wochenendhäuser gebaut. Südlich von Winkelhaid gibt es drei Einzelhöfe; Thonhof, Bremerhof und Käshof. Im Thonhof wurde früher einmal Ton gegraben. Der schöne Anblick des Ortes ist geprägt von der als Naturdenkmal eingetragenen Dorflinde und dem großen Weiher der am Ortsrand liegt.

1684 wurde berichtet, dass die Bewohner des Ortes zu Beichte und Abendmahl nach Wassermungenau gingen und Hochzeiten und Taufen in Windsbach stattfanden. Die Toten wurden auch in Windsbach begraben. Winkelhaid hatte ursprünglich sogar zwei Kirchen. St. Marien und St. Katharinen.
St, Katharinen stand beim heutigen Thonhof, St. Marien in der Ortsmitte von Winkelhaid. St. Katharinen wurde total zerstört, St. Marien schwer beschädigt und schließlich in der preußischen Regierungszeit abgebrochen. Zum Gedenken an die alte Kirche bauten die Winkelhaider 1875 eine kleine Kapelle, die 2001 umfassend saniert wurde und im neuen Glanz erstrahlt.

Ein Bericht des Bezirksamtes Schwabach von 1901 weist auf den großen Verkauf von Kartoffeln und Kraut in Winkelhaid hin. Die Feuerwehr wurde 1899 gegründet. Kanal und Kläranlagen erbaute man 1961 - 1968.
Anschluß an die Fernwasserversorgung erfolgte 1968.

Winkelhaid gehörte zum Landkreis Schwabach. Der Ort entschloss sich 1972 zur Eingemeindung nach Windsbach mit 114 Einwohnern und einer Fläche von 562 Hektar.

Quelle: Karl Dunz und Dekanat Windsbach