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Windsbach weiht zum Volkstrauertag den neuen „Weg der Demokratie“ ein
Die diesjährige Gedenkfeier zum Volkstrauertag stand in Windsbach ganz im Zeichen eines besonderen Ereignisses: der feierlichen Einweihung des neuen „Wegs der Demokratie“. Neben dem stillen Andenken an die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt setzte die Stadt ein klares und dauerhaft sichtbares Statement für demokratische Bildung und gesellschaftliche Verantwortung.
Der Volkstrauertag dient traditionell dazu, innezuhalten und der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken. Bürgermeister Matthias Seitz erinnerte in seiner Ansprache daran, dass der Tag seit über 100 Jahren Mahnung und Verantwortung zugleich ist. Doch der Blick der diesjährigen Gedenkstunde richtete sich bewusst nach vorn auf ein Projekt, das die demokratische Kultur Windsbachs nachhaltig prägen soll.
Der am restaurierten Kriegerdenkmal angelegte barrierefreie Weg ist weit mehr als eine gestalterische Ergänzung des Ehrenmals. Er ist ein bewusst geschaffener Lern- und Begegnungsort, der den Wert der Demokratie erlebbar machen soll.
Bürgermeister Matthias Seitz bezeichnete den Weg als „Bildungs- und Zukunftsweg“, der Besucherinnen und Besucher jeden Alters einlädt, sich mit demokratischen Grundwerten auseinanderzusetzen.
Drei Infotafeln bilden das Herzstück des neuen Bereichs: Auf einer Tafel wird der Zusammenhang des Kriegerdenkmals mit dem Thema Demokratie beschrieben. Auf einer weiteren Tafel werden die Säulen der Demokratie dargestellt und auf der dritten Tafel wird erläutert, wie altersunabhängig an der Stärkung der Demokratie gearbeitet werden kann. Der Weg soll zum Verweilen einladen, zum Austausch anregen und, besonders im schulischen Umfeld, als pädagogisches Werkzeug genutzt werden. Damit wird aus einem Gedenkort ein lebendiger Lernraum, der Erinnerungskultur mit Zukunftsorientierung verbindet.
Dass dieses Projekt realisiert werden konnte, ist dem großen Einsatz vieler Beteiligter zu verdanken. Mehr als 300 ehrenamtliche Arbeitsstunden flossen in den Bau des Weges. Die Reservisten- und Kriegerkameradschaft Windsbach zeigte dabei umfassendes Engagement. Unterstützt wurde das Projekt zudem durch den Stadtrat, das Regionalbudget-Team, das Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium sowie Mitarbeitende der Verwaltung und des Bauhofs. Der Bürgermeister dankte allen Beteiligten und betonte, dass hier ein „gemeinschaftliches Projekt für die Zukunft der Demokratie“ entstanden sei.
Zum Abschluss der Feier wurde gemeinsam ein Kranz am Ehrenmal niedergelegt. Anschließend waren alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, den neuen Weg der Demokratie zu begehen. Mit der Einweihung dieses besonderen Ortes setzt Windsbach ein sichtbares Zeichen dafür, dass Erinnerungskultur nicht allein Rückblick bedeutet, sondern auch Auftrag für die Zukunft ist: Demokratie zu erklären, zu leben und zu schützen.








