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Neues soziales und diakonisches Quartier „An den Feldwiesen“ in Windsbach: Lebensraum für die ältere Generation entsteht
icon.crdate10.10.2025
Die Stadt Windsbach setzt ein deutliches Zeichen für eine generationengerechte Stadtentwicklung: Auf der bisher ungenutzten Fläche in der Heinrich-Brandt-Straße entsteht das soziale und diakonische Quartier „An den Feldwiesen“. Gemeinsam stellten Bürgermeister Matthias Seitz, der Vorhabenträger, der Firma Högner sowie Vertreter des Diakonischen Werkes Ansbach das Projekt bei einer Informationsveranstaltung vor.
Die Stadt Windsbach setzt ein deutliches Zeichen für eine generationengerechte Stadtentwicklung: Auf der bisher ungenutzten Fläche in der Heinrich-Brandt-Straße entsteht das soziale und diakonische Quartier „An den Feldwiesen“. Gemeinsam stellten Bürgermeister Matthias Seitz, der Vorhabenträger, der Firma Högner sowie Vertreter des Diakonischen Werkes Ansbach das Projekt bei einer Informationsveranstaltung vor.
„Dieses Quartier ist mehr als eine Wohnanlage – es ist ein Lebensraum, der ältere Menschen mitten in unserer Stadt aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen lässt und gleichzeitig die notwendige Unterstützung bietet“, betonte Bürgermeister Seitz in seiner Rede. Das Projekt verbindet Wohnmöglichkeiten mit sozialen und medizinischen Angeboten, darunter ambulante Tagespflege und Gemeinschaftsräume für Begegnung und Aktivitäten.
Die Informationsveranstaltung stieß auf großes Interesse: Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren vor Ort, stellten viele Fragen und nutzten die Gelegenheit, sich über die Entwicklung des Quartiers und die geplanten Angebote zu informieren.
Die Entwicklung des Quartiers begann mit dem Erwerb der Frei- und Brachflächen an den Feldwiesen. Gemeinsam mit dem Vorhabenträger wurden umfangreiche Planungen, Gutachten und Abstimmungen durchgeführt. „Dieser Weg war nicht immer einfach, aber er hat sich gelohnt. Das Ergebnis ist ein auf Windsbach zugeschnittenes Konzept, das sowohl städtebaulich als auch sozial überzeugt“, so der Bürgermeister.
Ein besonderer Fokus liegt auf der sozialen Einbindung: Das Diakonische Werk Windsbach übernimmt die Trägerschaft und sorgt für Betreuung, Beratung und Angebote, die die Lebensqualität der älteren Generation erhöhen. Gleichzeitig stärkt das Quartier die Innenstadtentwicklung, schafft Aufenthaltsqualität und kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten und Apotheken.
Der Stadtrat hat die Bauleitplanung mit Satzungsbeschluss abgeschlossen, die städtebaulichen Verträge und der Kaufvertrag stehen kurz vor der Unterzeichnung. Damit ist der Weg frei für den Beginn der Bauarbeiten. Für das erste von vier geplanten Häusern stehen die Nutzer bereits fest – ein deutliches Zeichen für das Vertrauen in das Projekt.
„Wir schaffen Rahmenbedingungen, die älteren Menschen ein gutes Leben mitten in der Stadt ermöglichen. Dieses Quartier ist ein Gewinn für unsere Stadt, für unsere ältere Generation und für uns alle“, so der Bürgermeister abschließend.
Zusammenfassung der Präsentation des Diakonischen Werks Ansbach
Im Rahmen der Informationsveranstaltung stellten Irina Reim, Geschäftsführerin des Evangelischen Vereins für Gemeindediakonie Feuchtwangen e.V., sowie Pfarrer Martin Reutter, Vorstand des Diakonischen Werks Ansbach und weiterer angeschlossener Einrichtungen, das Konzept und die inhaltliche Ausrichtung des geplanten Diakonisch-Sozialen Quartiers in Windsbach vor.
Zu Beginn gaben sie einen beeindruckenden Einblick in die Vielfalt und Größe des Diakonischen Werks Ansbach mit seinen verbundenen Trägern: Über 550 Mitarbeitende und 250 Ehrenamtliche engagieren sich in Bereichen wie Kinder- und Familienhilfe, Pflege, Wohnungsnotfallhilfe, Beratung, Tafelarbeit und psychosozialer Unterstützung. Diese bestehende Kompetenz bildet die Grundlage dafür, in Windsbach ein stark vernetztes Angebot für die ältere Generation aufzubauen.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels – mit einem erwarteten Anstieg der über 75-Jährigen um mehr als 40 % bis 2030 – wurde deutlich: Kommunale Seniorenpolitik braucht neue Strukturen, die Wohnen, Pflege, soziale Teilhabe und Beratung miteinander verbinden. Genau hier setzt das Quartierskonzept an.
Das geplante Diakonisch-Soziale Quartier in Windsbach soll Lebens-, Hilfe-, Pflege- und Begegnungsräume an einem Ort vereinen. Im Mittelpunkt steht das Ziel, dass ältere Menschen so lange wie möglich in vertrauter Umgebung bleiben können – selbst bei steigendem Unterstützungsbedarf.
Das Konzept umfasst fünf zentrale Bausteine:
- Servicestützpunkt mit ambulantem Pflegedienst, der rund um die Uhr erreichbar ist und auch die umliegende Nachbarschaft mitversorgt.
- Tagespflege mit ca. 22 Plätzen, die Struktur, Betreuung und Entlastung für Angehörige bietet.
- Beratungsräume für Sozialarbeit, Suchtberatung, Wohnungslosenhilfe und weitere Dienste – offen für alle Generationen.
- Service-Wohnen nach barrierefreien Standards, kombiniert mit individuell buchbaren Unterstützungsleistungen.
- Gemeinschafts- und Nachbarschaftsflächen als Herzstück für Begegnung, Mittagstische, Veranstaltungen und Mehrgenerationenangebote.
Die Referenten betonten, dass das Quartier kein abgeschlossener Pflegekomplex sein soll, sondern ein lebendiger Ort des Miteinanders – offen für Nachbarschaft, Vereine und Ehrenamt. Die Diakonie verstehe sich hier als Gestalterin und Koordinatorin, nicht als alleinige Betreiberin.
Alle weiterführenden Informationen finden Sie in der verlinkten Präsentation (Microsoft PowerPoint Präsentation, 191,23 KB, 10.10.2025).
Zusammenfassung der Präsentation des Vorhabenträgers
- In Windsbach entsteht ein neues nachhaltiges Wohnquartier mit barrierefreien, individuell gestaltbaren 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen (30–120 m²).
- Moderne Ausstattung mit Aufzug, Tiefgarage, Fußbodenheizung sowie großzügigen Balkonen sorgt für hohen Komfort.
- Die Gebäude werden in effizienter, förderfähiger Bauweise errichtet und bieten damit ökologischen und finanziellen Mehrwert.
- Dank zentraler Lage sind medizinische Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie und Schulen fußläufig erreichbar.
- Das Konzept richtet sich bewusst an alle Generationen – von Singles bis Senioren und fördert ein selbstbestimmtes Leben in lebendiger Nachbarschaft.







