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Das Rathaus informiert

Pogromgedenktag 2018

Autor: Frau Romme
Artikel vom 29.11.2018

Pogromgedenktag 2018

Zum Gedenken an die über 6 Millionen Opfern der Ve-treibung, des Holocaust in den hunderten von Konzentrationslagern, Gettos, Arbeits- und Zwangslagern in Deutschland, Frankreich und Polen kamen ca. 70 Personen vor die ehemalige Synagoge am Oberen Stadttor zusammen, organisiert von der Stadt Windsbach, der evangelischen und der katholischen Kirche und dem Heimatverein.

Bürgermeister Matthias Seitz betonte in seiner Ansprache und mahnte, „dass Gedenkveranstaltungen wie diese und der am Volkstrauertag uns mahnen, allen Opfern von Krieg, Gewalt und Terror ein ehrendes Gedenken zu bewahren“. Er legte zum Zeichen der Trauer im Namen der Stadt eine Gedenkschale vor der Synagoge nieder. „Erinnern ist heute wichtiger denn je“, so betonte dies Dekan Klaus Schlicker. „Sie verbrennen alle Gotteshäuser im Land“ und „kein Prophet redet mehr“. Diese beiden Sätze unterstrich der Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer in seiner Bibel mit dem Zusatz: „9. November 1938. Das ist jetzt 80 Jahre her und es bleibt unbegreiflich für die Jüngeren und die Älteren. Vielleicht sind auch Zeitzeugen heute hier.

„Darum sind wir heute hier, zum Gedenken gibt es viele Anlässe im Jahr 1918: Ende des bayerischen Königtums und des Kaiserreichs, / Ende des 1. Weltkriegs,/ Gründung des Freistaates Bayern, so Dr. Christian Eyselein. An unsere umgekommenen ehemaligen jüdischen Mitbürger denken wir heute, nicht als Vorwurf. Nie wieder sollen in unserer Stadt, in unserem Land Menschen entwürdigt werden, nie wieder wegen ihrer Religion ausgegrenzt und abgelehnt, nie wieder um Leib und Leben fürchten müssen. Zum Abschluss wurde vom Heimatverein das jüdische Gebäck „Berches“ gereicht, den die Bäckerei Beißer extra gebacken hatte. Die geflochtenen Schabbat-Weißbrote symbolisieren mit ihrem Duft nach Hefe die Häuslichkeit, das Daheimsein (Text und Fotos: Karl Lechner)