Untereschenbach

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Mit 372 Meter Höhenlage ist Untereschenbach der tiefste Ort in unserer Stadt.

1310 erwarb das Kloster Heilsbronn dort ein Anwesen in Niederneschenbach. Die Hälfte der Anwesen gehörte nach Nürnberg, trotzdem war der Markgraf von Ansbach Herr in der Gemeinde.

Das Stadtbuch von Windsbach spricht 1780 noch von einem langen See bei Untereschenbach mit einem großen Fischreichtum. Da die Grundherren sich um den See stritten, füllten ihn die Bauern nach und nach auf, so dass am Schluss nur noch ein Tümpel vorhanden war.

Eine Gastwirtschaft kann dort schon 1407 nachgewiesen werden.

Eine Schmiede gab es schon vor dem 30-jährigen Krieg.

Die Kirche dürfte um 1400 entstanden sein, sowie ein Friedhof auf dem Bergsporn. Man wollte dort einen eigenen Friedhof errichten, weil der Weg zur St. Otto-Kirche bei Hergersbach zu weit war. Die St. Nikolauskirche ist im gotischen Stil erbaut. Noch heute werden in Kirche zu Untereschenbach Gottesdienste abgehalten. 

Ab 1658 versah der Geistliche von Wassermungenau den Dienst in Untereschenbach.

Untereschenbach besitzt eine der schönsten Wehrkirchen. Bei Überfällen brachten die Bürger das Nötigste in das Gotteshaus. Die Frauen flüchteten in die Kirche und die Männer besetzten die Friedhofsmauern.

Nach dem 30-jährigen Krieg waren nur noch sieben Häuser in Untereschenbach vorhanden, auch die Kirche war in Schutt und Asche. Es dauerte bis 1725 bis die Kirche wieder aufgebaut werden konnte, weil die Gemeinde zu arm war.

1853 wurden weitere Erhaltungsarbeiten ausgeführt, der Turm wurde erhöht, weil man die Uhr auf den Feldern nicht sehen konnte und der Glockenschlag schlecht zu hören war. Die Kirche ist dem Heiligen Nikolaus geweiht.

An der Straße von Untereschenbach nach Hergersbach steht ein Sühnekreuz. Dort sollen um 1450 zwei Schäfer gestritten und sich dabei erschlagen haben.

1956 errichtete man in Untereschenbach die erste Gemeinschaftskartoffelscheune Mittelfrankens.
Die Feuerwehr wurde 1900 gegründet.

Die Flurbereinigung wurde von 1982 bis 1990 durchgeführt.
1997 wurde das ehem. Milchhaus erweitert und umgebaut. Es wurde ein Feuerwehrgeräte-raum angebaut und ein Gemeinschaftsraum eingerichtet. Der Vorplatz wurde mit einem Brunnen gestaltet.

Untereschenbach gehörte zum Landkreis Schwabach.

Es entschied sich 1972 für Windsbach mit 172 Einwohnern und einer Fläche von 465 Hektar.

Quelle: Karl Dunz

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