Retzendorf

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Zu Retzendorf gehört der Weiler Wolfsau und der Einzelhof Hölzleinsmühle. Der Name ist mit der Fränkischen Rezat verbunden. 

1278 wurde Rezenstorff geschrieben. Die elf Höfe waren immer nach Windsbach gepfarrt und gehörten verschiedenen Herrschaften.

Über die Hölzleinsmühle schrieb Vetter 1732; 1707 von Jakob Hölzel am herrschaftlichen Bengelweiher erbau, Hut- und Gemeinderecht mit Wolfsau. An einem Morgen herrenlosen Felder erbaut.

Wolfsau hat ein hohes Alter aufzuweisen. 1166 schrieb man Wolfesouwe, die Aue in der einmal ein Wolf erlegt wurde.

Bis 1613 gehörte Wolfsau nach Bertholdsdorf in die Kirche und wurde dann auf Antrag nach Windsbach gepfarrt, weil der Weg kürzer war.

Etwa 200 Meter nordöstlich von Wolfsau hat Karl Dunz einen gut erhaltenen Keltenhügel gefunden. An der Straße nach Hergersbach findet man in den Wolfsauer Äckern eigenartige Steine. Ob sie von einem Meteoriten stammen oder von Abfällen aus einer Schmiede der Keltenzeit.

1938 wurde das Windsbacher Waldstrandbad auf Retzendorfer Flur errichtet. Das Naturbad ist bis heute erhalten und während der Sommermonate für die Badesaion geöffnet.

Das Sportzentrum mit Fußballfeld, 400 Meterbahn, Tennisplätzen, Umkleide- und Aufenthaltsraum wurde in den Jahren 1976 bis 1980 neben dem Waldstrandbad angelegt.

In der Ortsmitte befindet sich eine Gaststätte mit Biergarten.

Auf dem Petersberg befinden sich drei verwitterte Natursandsteine. Sie erinnern an Franzosen die 1814 in Retzendorf wohnten, dort an Ruhr starben und nicht in dem feuchten Tal der Rezat beerdigt werden wollten.

Bei der Eingemeindung 1972 zählte die Gemeinde noch 88 Einwohner mit 265 Hektar.

Quelle: Karl Dunz

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