Neuses

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Neuses bedeutet die Siedlung mit dem neuen Wohnsitz. Es dürfte aus dem Umzug eines Herrensitzes entstanden sein.

1132 wurde es erstmals erwähnt.

1603 wurde der Ort nach Windsbach eingepfarrt, nachdem er vorher nach Weißenbronn gehörte.

1856 hatte Neuses 18 Häuser, 19 Familien und 94 Seelen und gehörte zur Schule und Pfarrei nach Windsbach.

Neuses und Wernsbach bildeten eine Gemeinde

1925 wurde die Raiffeisenkasse gegründet, welche sich 1963 Windsbach anschloss.

1946 gründete man eine Dreschgenossenschaft. Der erste Mähdrescher lief in Neuses im Jahre 1960 und mit der Dreschmaschine wurde letztmalig 1969 gedroschen.

Die Freiwillige Feuerwehr gründete man 1902. In Neuses gab es viele Brände.

1969 errichtete man in Winterneuses eine Gedenkstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege.

Lehrer Schäfer entwarf ein Gemeindewappen, das in München genehmigt wurde. Es stellt die Laurentiuskirche von Wernsbach und den Wolfskopf des Neusener Wolfes dar.

Der Anschluß an die Stromversorgung erfolgte 1935 und die öffentliche Wasserversorgung führte man 1963 ein.

Der letzte Wolf in unserer Gegend wurde 1686 in Neuses getötet. Er wollte gerade einen Hahn in Neuses anspringen und fiel dabei in einen schlecht abgedeckten Brunnen.

Ich Wolf ein grausam Tier, ein Fresser vieler Kinder
ich achte sie vielmehr als fette Schaf und Rinder.
Ein Hahn der bracht mich um, ein Brunnen war mein Tod.
Nun henk am Galgen ich, zu aller Leute Spott.


Bei der Gebietsreform entschied sich der Ortsteil Neuses mit Wernsmühle mit 326 Hektar nach Windsbach, während Wernsbach nach Neuendettelsau kam.

1995 wurde eine Gemeinschaftshalle errichtet.

2008 wurde in der ehem. Gemeindescheune eine Bäuerliche Gerätesammlung eingerichtet.
Die ausgestellten Gerätschaften stammen aus einer privaten Sammlung vom ehem. 2. Bürgermeister der Stadt Windsbach, Herrn Karl Dunz.

Quelle: Karl Dunz
   

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