Moosbach

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Diesen Namen kan man mit Siedlung am Sumpfbach deuten. Das fränkische Wort Moos bedeutet soviel wie das norddeutsche Wort Moor.

Der an Moosbach vorbeifließende Bach wird heute noch von versumpften Wiesen begrenzt. 1249 wird der Ort erstmals genannt, als das Kloster Heilsbronn dort ein Anwesen besaß. Nach und nach erwarb das Kloster Heilsbronn vier Höfe in Moosbach, von denen drei im 30-jährigen Krieg abbrannten.

Der Widdumhof scheint älter zu sein als der Ort, obwohl man es mit Urkunden nicht belegen kann. Nach Zeiten Karl des Großen diente ein Widdumhof um der Kirche Einnahmen zu beschaffen. 1627 wurde der Widdumhof zerstört.

Seit dem 17. Jahrhundert bewirtschaftet die aus Österreich eingewanderte Familie Murr diesen Hof bis in die Neuzeit.

1688 bestand Moosbach aus 14 Höfen.

1721 war es auf 21 Haushaltungen angewachsen.

Moosbach gehörte früher zur Pfarrei Weißenbronn, ab 1473 mußte es den Zehnt nach Reuth bezahlen. Die sogenannte Weinstraße von Moosbach in Richtung Reuth wird so bezeichnet, weil sich der Trauerzug dorthin bewegte.

Seit 1603 gehörte Moosbach zur Kirchengemeinde Windsbach.

1856 hatte Moosbach 21 Häuser mit 29 Familien und 146 Seelen.

Der Ort ist mit der Saatzucht Murr-Wallmüller eine entscheidende Domäne des Saatkartoffelbaues in Mittelfranken.

Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1894 gegründet und der Männergesangverein 1929.

1961 errichtete die Gemeinde aus der Stiftung von Leonhard Murr ein Kriegerdenkmal.

1972 übergab Bürgermeister Maurer nach 27 jähriger Tätigkeit seine Gemeinde an Windsbach mit den Worten: "Es ist ein friedliches Häufchen".

Es waren 117 Einwohner mit einer Fläche von 390 Hektar.

Quelle: Karl Dunz

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