Leipersloh

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Im Jahre 1282 tat Graf Ludwig von Oettingen kund, dass er ein Lehen von Leubersloh erworben habe.

Ab 1531 wird es als Leiperslohe bezeichnet.

Lohe bedeutet Gehölz oder Gebüsch. Leipert oder Luitbert ist der Vorname eines Adeligen.

1282 war der Bischof von Eichstätt Besitzer des Ortes.

Im 14. und 15. Jahrhundert sind immer 10 bis 12 Anwesensbesitzer aufgeführt.

Auch dort hat der 30-jährige Krieg schwere Schäden zugeführt. Es heißt: "Hat 13 Mannschaften aus Bauernhöfen, davon sind 3 abgebrannt, die übrigen 10 stehen alle oed und leer und die Mannschaften abgestorben. Allda seit 1632 keine Furche mehr angebaut."

1655 werden die Namen Trost, Arnold, Kraft und Melcher genannt.

1683 wird eine Gemeindeschmiede und ein Hirtenhaus aufgeführt.

Ab 1693 waren alle Höfe wieder besiedelt.

Leipersloh gehörte zum Hochstift Eichstätt, es war jedoch der Gerichtsbarkeit des Oberamtes Windsbach unterstellt.

Als Windsbach 1792 preußisch wurde, wollten die Preußen ihren Herrschaftsbereich auch auf das Hochstift Eichstätt ausdehnen und schickten den Windsbacher Maurer Sand um die Hausnummerierung in Leipersloh vorzunehmen. Die Leipersloher wehrten sich jedoch und ließen Sand in Abenberg einsperren.

Im Jahr 1864 ließ die Gemeinde anstelle einer alten Heiligenfigur eine kleine Kapelle mit Türmchen und einer Glocke errichten. 1984 wurde diese Kapelle durch die Stadt Windsbach restauriert.

Um 1760 hatte Leipersloh eine sogenannte Winkelschule in welcher kein geprüfter Lehrer sondern ein gewöhnlicher Mann den Schülern Rechnen und Schreiben lernte.

Es ist eine Feuerspritze aus dem Jahre 1896 vorhanden.

Der elektrische Strom wurde 1923 eingerichtet.

1971 wurde der Anschluß an die zentrale Wasserversorgung vorgenommen, weil die örtliche Quelle öfters versiegte.

Von 1964 bis 1967 wurde die Flurbereinigung durchgeführt.

2011 wird die Ortskanalisation erneuert und an die Zentralkläranlage Windsbach angeschlossen.

Leipersloh, Kettersbach und Brunn bildeten eine politische Gemeinde, welche 1972 der Stadt Windsbach eingegliedert wurde.

Quelle: Karl Dunz 


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