Ismannsdorf

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Ismannsdorf und Speckheim bildeten eine politische Gemeinde. Der Name kommt von dem Grundherren, der Iswold ode Isibold hieß.

1396 schrieb man Ißwoltsdorff.

1157 findet man diesen Ort erstmals in einer Urkunde.

1396 gehörten vier Höfe dem Kloster Heilsbronn. Aus dem Kloster Heilsbronn sind alle Urkunden über Orts- und Hofgeschichten von Ismannsdorf noch sehr gut erhalten. Im Laufe der Zeit kamen alle Höfe durch fromme Stiftungen in Besitz des Klosters Heilsbronn.

Im Mittelalter wird häufig von Hagel, Nässe und Hunger berichtet. Die Pest wütete um 1349 sehr schlimm im Ort.

Durch Ismannsdorf führte die bekannte Heer- und Handelstraße Nürnberg-Windsbach-Dinkelsbühl-Straßburg. Kaiser, Könige und auch Goethe, fuhren durch Ismannsdorf. Letzterer schrieb in sein Tagebuch, dass es bei Ismannsdorf einen Steig auf gehe, wo schöne Steine zu finden sind. Auch Räuber, Banden und Soldaten zogen diesen Weg und plünderten den Ort.

Auf dem Kirchsteig von Ismannsdorf nach Windsbach steht auch ein Sühnestein. Dort sollen zwei Metzger in Streit geraten sein und sich gegenseitig umgebracht haben.

Auch Ismannsdorf gehörte zum Oberamt Windsbach und die Einwohner gingen schon 1575 nach Windsbach in den Gottesdienst, obwohl sie erst 1685 eingepfarrt wurden.

Um 1840 wanderten aus dem kleinen Ort 12 Personen nach Amerika aus.

Von 1764 bis 1964 hatten die Orte Sauernheim, Ismannsdorf und Speckheim in Ismannsdorf eine Schule, in welcher alle sieben Klassen in einem Schulsaal vereint, belehrt wurden.

1767 hieß es, dass der bettelarme Lehrer um 10 Gulden bat und dann nach Rittersbach umzog.

Das erste Schulhaus war ein aus Triesdorf erworbener Fasanenstall.

1964 wurde der Schulbetrieb eingestellt und dem Schulverband Windsbach angegliedert.

Die Flurbereinigung wurde 1978 angeordnet.

Durch den Ort führt die aus Gersbach gewonnene Wasserversorgung für die Stadt Ansbach.

1972 schloss sich diese Gemeinde der Stadt Windsbach an.

Quelle: Karl Dunz
   
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