Hergersbach

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Der Name Hergersbach kommt von Dorf am Bach des Herger. In Mainz gab es einen Erzbischof Herger schon 911. Ausgrabungsfunde bestätigen, dass Hergersbach schon in vorkarolingischer Zeit besiedelt war.

1407 gehörte es zum Bistum Eichstätt. Später kam es auch zu den Burggrafen von Nürnberg.

1652 wird berichtet, dass Hergersbach aus dem 30-jährigen Krieg noch ganz in Asche liege.

1655 hatte sich die Seelenzahl jedoch schon wieder auf 250 Seelen erhöht.

Österreichische Exulanten bauten das Land wieder auf.

Die erste Pfarrei muß von der Urpfarrei Windsbach gegründet worden sein.

Durch Hergersbach lief die Weinstraße, auf der Wein aus dem Mainfränkischen in die Eichstättische Gegend gebracht wurde.

Bei Hergersbach stand einst an der Kreuzung zwischen der alten fränkischen Weinstraße mit dem Wallfahrtsweg von Wolframs-Eschenbach nach Abenberg die St. Ottokirche.
Im 30-jährigen Krieg wurde sie zerstört - ihre Grundmauern sind noch da. Als Andachtsort blieb sie jedoch erhalten. 1987 haben die Hergersbacher hier einen Freialtar und eine Kanzel aufgestellt für Gottesdienste in Gottes freier Natur.

Auf dem Weg von Hergersbach nach Wassermungenau kommt man nach 800 Metern an die Kirchenruine St. Otto. Ein Teil der Steine dieser Kirche wurde zum Straßenbau verwendet. Die Quadersteine der Grundmauern sind jedoch noch erhalten.

Ab und zu finden Gottesdienste im Freien statt.

Otto war Bischof von Bamberg und wurde 1189 heilig gesprochen. Die Kirche ging damals im 30-jährigen Krieg in Flammen auf. Um die Kirche lag auch ein Friedhof.

Die Flurbereinigung wurde von 1964 bis 1970 durchgeführt.

1894 gründete man die Feuerwehr.

Der Ort gehörte bis zur Gebietsreform im Jahre 1972 zum Landkreis Schwabach. Er schloss sich jedoch, mit einer Fläche von 378 Hektar, 1972 der Stadt Windsbach an und kam deshalb zum Landkreis Ansbach.

Am 17.05.2006 erfolgte der Spatenstich für die Ortsumfahrung.

2010 wurde am Knotenpunkt B466/St 2220 ein Kreißel errichtet.

2011 wurde mit dem Bau der Ortskanalisatin begonnen und Hergersbach wird an die Zentralkläranlage Windsbach angeschlossen.

Quelle: Karl Dunz und Dekanat Windsbach
   

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