Bertholdsdorf

.

.

Um das Jahr 1200 war Bertholdsdorf ein Besitz der Burggrafen von Abenberg.

Um 1296 kam ein Teil von Bertholdsdorf an das Hochstift Eichstätt und ein Teil kam an den Burggrafen von Nürnberg. Die Ritter von Seckendorf waren die letzten Besitzer von Bertholdsdorf, bis es 1597 die Markgrafen von Ansbach erwarben und dem Oberamt Windsbach unterstellten, welchem es 200 Jahre unterstand.

Es bestand damals aus 19 Höfen, einer Schenke mit Backrecht, einer Schmiede, welche 1941 die Arbeit einstellte, einer Badestube und einem Mühlenbetrieb, welcher 1971 den Betrieb einstellte.
Das Königlich-Bayerische Gemeindeedikt von 1818 sah die Bildung einer politischen Gemeinde mit einem Bürgermeister vor. Hierzu gehörten auch die Orte Kitschendorf und Winterhof.



.

Um 1195 ist die Einweihung einer Kirche in Bertholdsdorf aufgezeichnet. Die kirchliche Betreuung übernahm zuerst Spalt und später Veitsaurach. Da Bertholdsdorf zum Markgrafentum Ansbach gehörte, endete diese nach Einführung der Reformation um 1597. Die Betreuung erfolgte von Windsbach aus bis zum Jahr 1723, als Bertholdsdorf eine eigene Pfarrstelle erhielt.

Der heutige Pfarrsprengel umfasst die Evangelischen auch aus Veitsaurach, Kitschendorf, Winterhof, Wollersdorf, Watzendorf, Suddersdorf mit Waldhaus, Brunn, Kettersbach, Lanzendorf und Buckenmühle. Die Einweihung der heute bestehenden Kirche wurde 1880 vollzogen.

Die wertvollen Stuckarbeiten der Kirche stürzten 1903 ab und wurden durch weniger wertvolle ersetzt. 1993 wurden weitere Renovierungen durchgeführt.

2002 wurde im Zuge der Dorferneuerung der Kirchplatz neu gestaltet.

Der erste Friedhof wurde seit Gründung der ersten Kirche um diese angelegt. Dieser musste 1839 geschlossen werden. Man erwarb den Schloßacker und verlegte den neuen Friedhof dorthin.

1969 wurde die Leichenhalle errichtet.

2001 wurde der Parkplatz am Friedhof gebaut.

1596 ist erstmals eine Schule erwähnt, welche sich auf dem Anwesen Scheiderer, neben der Kirche befand. Den Unterricht hielt der Messner.

1698 brannte die Schule ab, weil eine Nachbarin im Ofenrohrle Fleisch gebraten hat.

1860 errichtete man wiederum ein neues Schulhaus, bis 1975 die Grundschule aufgelöst wurde und man sie nach Windsbach verlegte.

Das Schulhaus diente nachher als Gemeindehaus und wurde 2008 abgerissen.
Am 12.06.2010 fand die Einweihung des neu errichteten Evangelischen Gemeindehauses statt.

1992 wurde das Feuerwehrgerätehaus neu gebaut.

Durch die Gebietsreform von 1972 wurde Bertholdsdorf mit Kitschendorf und Winterhof mit 273 Einwohnern und einer Fläche von 507 Hektar am 1. Mai 1978 in Windsbach eingemeindet.

Quelle: Karl Dunz

< Zurück