Kontenklärungen

.

Vorzulegende Unterlagen:

  • Geburtsurkunde
  • Personalausweis


1. Nachweise für Beitragszeiten
Als Nachweis über Beitragszeiten können folgende Unterlagen dienen:

  • Entgeltbescheinigungen aus dem Sozialversicherungsnachweisheft
  • Lohnbescheinigungen des Arbeitgebers
  • Aufrechnungsbescheinigungen, die bis 1972 über jede Versicherungskarte ausgestellt wurden, bzw. alte Original-Versicherungskarten
  • Beitragsnachweise anderer Rentenversicherungsträger
  • Nachweise über Sachbezüge, die vor 1957 in wesentlichem Umfang neben Barbezügen gewährt wurden
  • Nachversicherungsbescheinigungen ehemaliger Beamter
  • Arbeitsbücher, Zeugnisse und sonstige Unterlagen, falls diese nicht mehr vorhanden sind, auch Zeugenaussagen
  • Ausweise für Arbeit und Sozialversicherung der ehemaligen DDR


2. Nachweise für Ersatzzeiten

Als Nachweis über Ersatzzeiten, z.B. Kriegsdienst, Gefangenschaft, Vertreibung, Flucht, können folgende Unterlagen dienen:

  • Wehrpass, Militärpass, Soldbuch, Einberufungsbefehl, Entlassungsscheine aus der Wehrmacht oder Kriegsgefangenschaft, Dienstbücher des Reichsarbeitsdienstes und sonstiger militärähnlicher Organisationen, An- und Abmeldungen
  • Entlassungsschein der Gewahrsamsmacht bzw. Heimkehrerbescheinigung
  • Bescheinigung der Entschädigungsbehörde, des Entlassungslagers oder der amtlichen Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland
  • Vertriebenenausweise A, B oder C, Spätaussiedlerbescheinigungen (Vertreibung, Flucht, Umsiedlung, Aussiedlung)

3. Nachweise für Anrechnungszeiten
Als Nachweis über Anrechnungzeiten können folgende Unterlagen dienen:

  • Bescheinigung der Krankenkasse über Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit
  • Bescheinigung der Krankenkasse, Entbindungsanstalt oder des Arztes über Schwangerschaft, Wochenbett
  • Ausweise für Arbeit und Sozialversicherung der ehemaligen DDR
  • Bescheinigung über Rehabilitationsmaßnahmen
  • Bescheinigung des Arbeitsamtes über Arbeitslosigkeit
  • Lehrvertrag, Ausbildungs- oder Gesellenprüfungszeugnisse
  • Bescheinigung über den Besuch einer Schule, Fachschule oder Hochschule nach Vollendung des 17. Lebensjahres
  • Bescheinigung über eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme
  • Rentenbescheide

4. Nachweise für Kindererziehungszeiten:
Die Geburt des Kindes muss durch die Geburtsurkunde, Abstammungsurkunde oder das Familienbuch nachgewiesen werden.

Wurde das Kind nicht von den leiblichen Eltern erzogen, müssen Sie bei Adoption eine Adoptionsurkunde ersatzweise andere geeignete Beweismittel) vorlegen.

Über Pflegschaftsverhältnisse können die Jugendämter oder Vormundschaftsgerichte Auskunft geben, aus deren Unterlagen sich auch die Zeitdauer der häuslichen Gemeinschaft ergibt.

5. Nachweise für Pflegeberücksichtigungszeiten
Die Anerkennung von Pflegeberücksichtigungszeiten, die frühestens ab 01.01.1992 beginnen können und spätestens am 31.03.1995 enden, setzt voraus, dass ein entsprechender Antrag rechtzeitig gestellt worden ist. Die Antragsfrist ist am 30.06.1995 abgelaufen. Seit 01.04.1995 sind Pflegepersonen unter bestimmten Voraussetzungen versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung.

6. Nachweise für Zeiten aus Versorgungsausgleich
Da bei einer Ehescheidung nach dem 30.06.1977 vom Familiengericht in der Regel im Scheidungsurteil die Übertragung oder Begründung von Rentenanwartschaften mitgeregelt wird, dient das Scheidungsurteil zugleich als Nachweis solcher Zeiten. In Betracht kommt aber auch jeder andere entsprechende Bescheid des Familiengerichts.